Unsere kleine, aber feine Reparaturwerkstatt

Unsere Repa­ratur­werk­statt ist wahr­schein­lich ein seltenes Exem­plar einer schein­bar vom Aus­sterben be­droh­ten Art, einer Re­pa­ra­tur­werk­statt, die diesen Na­men noch zu Recht trägt, in der nicht nur mög­lichst große (und teure) tech­ni­sche Ein­hei­ten aus­ge­tauscht wer­den, son­dern wirk­lich noch – dem Na­men nach – Re­pa­ra­tu­ren durch­ge­führt wer­den, in der sich noch wahr­haftig die Hände schmut­zig ge­macht wer­den und, in der man sich für nichts zu schade ist, für kei­ne der an­fal­len­den Tä­tig­kei­ten und für kein Fahr­rad, sei es auch aus un­se­rer Sicht noch so schlecht.

Bei uns ent­schei­det allei­ne ihr, was an wel­chem Fahr­rad an Re­pa­ra­tu­ren durch­ge­führt wird, wo­bei wir na­tür­lich ger­ne mit un­se­rer fach­kun­di­gen Mei­nung bei der Ent­schei­dung be­hilf­lich sind. All­zu häu­fig wird viel zu schnell be­haup­tet, ei­ne Re­pa­ra­tur sei zu teu­er oder un­mög­lich, weil das Rad und die in­stand­zu­set­zen­den bzw. aus­zu­tau­schen­den Er­satz­tei­le ver­altet wä­ren. Hier­bei han­delt es sich jedoch zu­meist um vor­ge­scho­be­ne Ar­gu­men­te, mit­tels de­rer ihr über­zeugt wer­den sollt, eu­ren – mög­lich­er­wei­se im Lau­fe der Jahr­e lieb ge­won­nen­en – Draht­esel auf­zu­ge­ben und geg­en ei­nen u. U. so­gar schlech­te­ren neu­en ein­zu­tau­schen. Die­se Ar­gu­men­ta­tion ist in der über­wie­gen­den Zahl der Fäl­le rein öko­no­misch mo­ti­viert und ent­behrt in al­ler Re­gel jeg­licher Grund­la­ge. Es lohnt sich also in puncto Fahr­rad­re­pa­ra­tur im­mer – ähn­lich wie in me­di­zi­ni­schen Fra­gen –, ei­ne zwei­te Mei­nung ein­zu­ho­len.

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